stabiles Kreuz und freie Hüften

Das Kreuz trägt seinen Namen in doppelter Hinsicht. Die Wirbelsäule mündet in der Mitte des Körpers in eine eigentliche Kreuzung. Das Becken liefert die waagrechten Orientierungspunkte, den Querbalken des Kreuzes. Die Lendenwirbel sind der obere Balken, ihm schliesst sich mit dem Kreuzbein der untere Balkenteil an – und fertig ist das Kreuz! Horizontal ausgerichtet hält das Becken die inneren Organe in Balance – wie ein Becken eben. Es will schön ausbalanciert und waagrecht gehalten werden, damit nichts ausgekippt wird. An dieser Kreuzung des Körpers wirken verschiedene Kräfte – hier sind Stabilität und Beweglichkeit gleichermassen gefragt – hier befindet sich das Kraftzentrum, bei vielen Menschen die breiteste Stelle des Körpers. Das macht verständlich, warum das Kreuz auch besonders anfällig für Beschwerden ist.

stabiles Kreuz

Intelligente Bewegung wird möglich, wenn Sie verstehen, wie das Kreuz funktioniert, wie es gebaut ist und gebraucht werden will. Denn das Letzte, was ein gesunder Rücken will, ist weniger Bewegung! Zivilisationskrankheit Nummer Eins ist die Bewegungsarmut. Wir sitzen oder stehen den ganzen Tag! Gehen und Laufen, wie es unsere Vorfahren noch stundenlang täglich taten, ist in unserer Kultur kaum noch gefragt. Umso wichtiger für ein stabiles Kreuz: Wenn bewegen, dann aber richtig!

Das Hohlkreuz ist eine der häufigsten Ursachen für Kreuzbeschwerden. Die Lendenmuskulatur verkürzt und verspannt sich. Verspannte Muskeln schmerzen über kurz oder lang. Das ist schon unangenehm genug – dazu kommt, dass die gesamte Statik aus dem Lot gerät.

Es entstehen Engpässe zwischen den einzelnen Wirbeln, die Bandscheiben werden einseitig belastet, durch die Beschwerden wird eine Schonhaltung eingenommen und die Bewegung möglichst eingeschränkt. Besonders betroffen sind die Gelenkstrukturen. Durch die einseitig nach hinten zusammengezogenen Lendenwirbel drückt der Gelenksfortsatz des oberen Wirbels auf den nächst unteren Wirbelbogen. Das wirkt wie ein Meissel. Auf Schritt und Tritt hämmert der Gelenkfortsatz auf den unten liegenden Knochen, der im übelsten Fall durchbricht. Es entstehen Fehlkontakte zwischen den Wirbeln, die zu Abnutzung und Beschwerden führen.

Freie Hüften

Das Hüftgelenk ist Dreh- und Angelpunkt der Aufrichtung des Menschen. Die massiven Beckenknochen garantieren eine stabile Aufrichtung und Zentrierung der Körpermitte, zwei Kugelgelenke sorgen für die volle Bewegungsfreiheit der Beine, raffiniert geschlungene Bänder und Muskeln sichern und bewegen das System. Mit dem richtigen Dreh im Hüftgelenk werden Höchstleistungen ermöglicht.

Das Hüftgelenk ist als Kugelgelenk dreidimensional beweglich. Bei vielen Menschen ist diese Bewegungsvielfalt eingeschränkt, weil das Gelenk nicht optimal bewegt und genutzt wird: Es wird als Scharniergelenk wahrgenommen, die Gehbewegung wird zur Klappbewegung. In seinen Möglichkeiten unterschätzt und unterfordert, verliert das Hüftgelenk immer mehr an Beweglichkeit, Geschmeidigkeit und Stabilität. Hinzu kommen chronische Fehlbelastungen, die sich fatal auswirken können: Das ursprünglich perfekte Gleichgewicht zwischen Kugelkopf und Pfanne kommt ins Wanken. Muskelverspannungen, Schmerz und frühzeitige Abnutzung sind die Folgen. Fehlbelastung gehört – zusammen mit genetischen Faktoren, Entzündungen und Unfällen – zu den wichtigsten Ursachen der Hüftarthrose.

 Aufklärung und Prävention

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Textquelle: www.spiraldynamik.com

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